Ich schaue sehr gerne und haäufig die verschiedensten Filme und Serien an, meistens auf DVD oder auf dem Computer, und kann mich sehr begeistern, wenn mal etwas richtig gutes dabei ist. Für das Fernsehen selbst kann ich mich nicht mehr so begeistern, denn wenn man zu viele DVDs schaut, hat man irgendwann keine Lust mehr auf Werbeunterbrechungen.
Gleich zu Anfang will ich mal ShareTV.org erwähnen, wo man sehr viele verschiedenen (englische) Fernsehserien umsonst online ansehen kann. Bei Movies Found Online gibt es dagegen verschiedene Filme, die man sich ebenfalls umsonst online ansehen kann. DSL ist bestimmt extra für sowas erfunden worden.
Vor meiner Liste mit 21 genialen Filmen möchte ich ein paar generelle Gedanken zu Filmen loswerden.
Folgendes ist eine Liste mit 21 genialen Filmen, die ich natürlich alle empfehle. Über andere Filme und Serien, die ich ansehe, schreibe ich in der Film und TV Kategorie in meinem Blog.
Almost Famous - Ein teilweise autobiographischer Film von Regisseur Cameron Crowe, über einen Jungen (Patrick Fugit), der für eine Zeitschrift einen Artikel schreiben soll und dafür mit einer Rockband auf Tournee geht. Dabei verliebt er sich noch in einen Groupie der Band, unvergesslich gespielt von der wunderbaren Kate Hudson.
Bound - Der erste (und meiner Meinung nach beste) Film der Wachowski Brüder. Corky (Jennifer Tilly) wird aus dem Gefängnis entlassen und trifft Violet (Jennifer Tilly), die mit einem Geldwäscher der Mafia (Joe Pantoliano) verheiratet ist. Die beiden schmieden einen Plan, die Mafia mal eben um ein paar Milliönchen zu erleichtern. Ein wirklich spannender Film, der auch ästhetisch viel zu bieten hat.
Crash - Ein Episodenfilm, dessen großes Thema der Rassismus in den USA ist. Es wäre zwar vielleicht besser gewesen, wenn sie das Thema nicht so mit dem erhobenen Zeigefinger behandelt hätten, aber auch so ist der Film wirklich sehenswert. Sandra Bullock ist übrigens in einer Nebenrolle zu sehen.
DEBS -
DEBS ist eine witzige Actionfilm-Parodie. Man nehme einen beliebigen Agentenfilm, nur anstelle des einen männlichen Heldes hat man gleich vier junge Heldinnen und anstelle der kugelsicheren Weste Schuluniformen. Ach ja, und der fiese Bösewicht ist in diesem Fall auch weiblich. Bei dem Film steht alles auf dem Kopf, aber meinetwegen könnte das öfter mal der Fall sein, denn die alten Klischees sind ja inzwischen bekannt.
Donnie Darko -
Donnie Darko ist ein jugendlicher mit psychischen Problemen, ein Außenseiter in seiner Schule. Eines Tages sieht er einen übergroßen Hasen, der ihm sagt, daß die Welt bald untergeht. Ich mag den Film sehr, weil er "mal was anderes" ist. Nachdem ich die ursprüngliche Version gesehen habe, fand ich ihn schon logisch und in sich schlüssig. Dann habe ich aber noch den Director's Cut gesehen, in dem viele vorher gekürzte Stellen die Handlung noch deutlicher erklärt haben (wenn auch anders, als ich sie mir vorher erschlossen hatte). Beide Versionen sind aber äußerst sehenswert.
Finding Nemo - Wenn schon Animation, dann am Besten Pixar, und wenn schon Pixar, dann am Besten Nemo. Ich habe den Film schon vielen Freunden empfohlen, und alle haben sich den Film schon mehrmals angeschaut. In der englischen Version natürlich, denn an das geniale Original mit der Stimme von Ellen DeGeneres kommt Anke Engelke einfach nicht ran. Dieser Film hat einen hohen Suchtfaktor. :)
Grüne Tomaten - Auch wenn der Film in der Fernsehzeitung fast schon abschreckend als "Frauenfilm" betitelt wurde, kann ich doch nichts abschreckendes an dem Film erkennen. Die Geschichte ist interessant, manchmal traurig, manchmal lustig und immer gut gespielt von Mary-Louise Parker und Mary Stuart Masterson (im Englischen sogar mit lustigem Südstaatendialket).
In The Bedroom - Ich habe zwar bisher noch nicht "Mein Vetter Vinnie" gesehen, den Film für den Marisa Tomei ja so bekannt ist, aber sie hat mich schon allein in diesem Film sehr überzeugt. Sie spielt hier eine geschiedene Mutter von zwei Kindern, die mit einem wesentlich jüngeren Mann (Nick Stahl) eine Beziehung hat. Sehr zum ärgernis seiner Mutter (Sissy Spacek) und ihres Ex-Mannes. Ein beklemmender, überraschender Film.
Jackie Brown - Der von allen Seiten überschätzte Quentin Tarantino hat eigentlich nur einen richtig guten Film gemacht, nämlich Jackie Brown. Der ist allerdings ein Meinsterwerk geworden. Die wunderbare Pam Grier spielt darin eine alternde Stewardess, die beim Schmuggeln von Geld erwischt wird. Die Polizei will ihren Auftraggeber, der Auftraggeber will sein Geld, und Jackie Brown würde am Liebsten selbst mit dem Zaster abhauen. Spannend, mit toller Besetzung und guter Musik. Der Film basiert übrigens auf dem Buch "Rum Punch" von Elmore Leonard, das sich auch noch zu lesen lohnt, wenn man den Film schon kennt.
L'Auberge Espagnole - Über einen Franzosen, der nach dem Studium ein Erasmus-Jahr in Barcelona verbringt, um dort die Sprache zu lernen. Lustig und schön erzählt.
Love Actually - Mal wieder ein Episodenfilm, diesmal eine Weihnachtskomödie, mit Emma Thompson, Keira Knightly, Liam Neeson, Hugh Grant und Heike Makatsch. Der Soundtrack ist auch ganz schön.
Magnolia - Wo wir gerade bei Episodenfilmen sind, hier ist mal wieder einer im Stile von "Short Cits", über verschiedene Leute in der gleichen Stadt, deren wege sich teilweise im Laufe des Filmes kreuzen. Der Film dauert drei Stunden, sehr zu meiner Freude und zum Leidwesen meiner Schwester und Lorelai Gilmores (von den Gilmore Girls...).
Match Point - Ein Film, der meiner Meinung nach etwas untypisch für den Woody Allen ist, weil weder er selbst drin mitspielt, noch ein ihm ähnlicher Charakter auftaucht. Ich will gar nicht zu viel über den Film sagen, da er gerade durch die überraschung seinen Reiz hat, aber es ist ein Drama um einen Mann, der eine reiche Frau heiratet und dann eine andere kennenlernt, die allerdings kein Geld hat.
Monster - Viel habe ich gemeckert, daß man ja die Rolle der Serienmörderin Aileen Wuornos falsch vergeben hat, wenn Charlize Theron dann erst stundenlang in die Maske mußte und falsche Zähne bekommen hat, um die Rolle überhaupt spielen zu können. Und jetzt nehm ich alles zurück. Sie hat mich sehr überzeugt als mordende Prostituierte, und Patty Jenkins hat mich sehr überzeugt, einen Film gemacht zu haben, bei dem die Täterin weder als "Monster" dargestellt wird (wie es der Titel vermuten ließe), noch werden ihre Taten glorifiziert. Einzig Christina Ricci ist meiner Meinung nach von den Kritikern viel zu sehr unbeachtet geblieben, denn auch sie hat schauspielerisch einiges zu bieten gehabt. Ein beeindruckender Film, bei dem ich nur vor einigen graphischen Gewaltszenen warnen möchte.
My Life Without Me - So toll wie Sarah Polley ("Go") hier gespielt hat, da möchte ich ihr ja fast vergeben, daß sie in dem lausigen Streifen "No Such Thing" mitgespielt hat. Aber nur fast. "My Life Without Me" ist ein genialer Film über eine Frau, die erfährt, daß sie bald sterben muß, und vorher noch ein paar Sachen tut, die sie schon immer mal tun wollte, und ihren Mann auf ein Leben ohne sie vorbereitet.
On Golden Pond - Katherine Hepburn und Henry Fonda spielen hier ein altes Ehepaar, daß sich im idyllischen Golden Pond zur Ruhe setzt. Er hat Angst vor dem Tod und ist wegen seines Alters und seiner kaputten Beziehung zu seiner Tochter (gespielt von seiner echten Tochter Jane Fonda) verbittert.
Prey for Rock'n'Roll - In dem Film sind Gina Gershon ("Bound"), Drea de Matteo ("The Sopranos"), Shelly Cole (aus der Clique von Paris in "Gilmore Girls") und die wunderbare Lori Petty ("Tank Girl") zusammen in einer Band. Das allein wäre ja schon Grund genug, den Film anzusehen. Jackie (Gershon) überlegt sich in dem Film als Rockerin zu ihrem vierzigsten Geburtstag, wie lange sie eigentlich noch auf Erfolg warten soll, oder ob es nicht langsam Zeit wird, die Musik an den Nagel zu hängen. Ich mochten den Film wegen der realitischen Dialoge und den dreidimensionalen Charakteren.
Shattered Glass - über einen Journalisten, der beschuldigt wird, einige seiner Artikel frei erfunden zu haben. Ein toller Film, der von seinen guten Schauspielern lebt.
The Big Lebowski - Jeff Daniels spielt hier den "Dude", der mit seinen Freunden Bowling spielt und White Russians trinkt und dann durch eine unglückliche Verwechslung in Schwierigkeiten kommt. Witzig!
The Contender - Eigentlich hab ich's ja nicht so mit Politfilmen (dieser hier hat im Deutschen einen super angemessenen Titel wie "Rufmord - Am Ende der Moral" (würg)), aber der hier hat's mir echt angetan. In diesem Film stirbt der Vizepräsident der USA, und der Dude Präsident (Jeff Daniels) möchte den Posten daraufhin gerne mit einer Frau (Joan Allen) besetzten. Das ist einigen Leuten aber ein Dorn in Auge, so wird auch schnell eine Schmutzkampagne gestartet und üble Geschichten aus ihrer Vergangenheit landen schon bald in der Presse.
The Matrix - Man kann nicht "erklären", was die Matrix ist. Neeein, da muß man erst eine Tablette schlucken, dem weißen Häschen folgen, ans Telefon gehen und zum ersten Mal seine Augen benutzen. Naja, so irgendwie. Der Film ist klasse und überaus emfehlenswert, auf Teil 2 und 3 hätte ich allerdings getrost verzichten können.